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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

  • Autorenbild: Meike Parker
    Meike Parker
  • 21. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit


Der erste Schritt ist fast wichtiger als das Ziel
Der erste Schritt ist fast wichtiger als das Ziel

Vom Plan ins Tun kommen

Diese Woche bin ich spät dran mit meinem Blog. Und ausnahmsweise passt das thematisch ziemlich perfekt.

Denn heute soll es genau darum gehen: Wie kommen wir eigentlich vom Plan ins Tun? Von der Standortbestimmung. Vom Ziel. Vom großen Bild.Hin zum ersten echten Schritt.

Denn so wertvoll jede Positionsbestimmung und jedes noch so realistische Ziel auch ist:Wenn wir nicht anfangen, bleibt alles Theorie.


Ein kurzer Exkurs: Worum es in unserem Projekt wirklich geht



Mit 3 Kooperationspartner muss man sich viel abstimmen... und das kostet Zeit.
Mit 3 Kooperationspartner muss man sich viel abstimmen... und das kostet Zeit.

Ich habe es in den letzten Wochen schon ein paar Mal erwähnt: Mein Kooperationspartner und ich haben den Zuschlag für eine Förderung im Rahmen des IGP-Programms zum Call Fachkräftesicherung bekommen.Aktuell arbeiten wir am Vollantrag – und deshalb war mein Montag komplett mit Abstimmungen und Meetings gefüllt. Der Blog musste diese Woche schlicht warten.


Unsere Hypothese ist dabei recht klar:

Neurodivergente Menschen sind ein bislang stark ungenutztes Potenzial auf dem Arbeitsmarkt.


Nicht, weil es an Fähigkeiten fehlt, sondern weil viele entweder erst gar nicht gut ins Berufsleben starten, deutlich unter ihrem Potenzial bleiben oder irgendwann vorzeitig ausfallen, weil sie in ein Burnout geraten und dort feststecken.


Deshalb gehen wir das Thema ganzheitlich an – von der Prävention über Arbeitsbedingungen bis hin zu Förderstrukturen durch Krankenkassen, Agentur für Arbeit, Jobcenter und Rentenversicherung. Ziel ist es, den Ist-Zustand zu dokumentieren, Lücken zu identifizieren und zu verstehen, was tatsächlich unterstützt – und was nicht.


Ein persönliches Beispiel aus der Praxis

Nach meiner Kündigung damals, weil mich mein Job krank gemacht hat, bin ich zur Agentur für Arbeit gegangen und habe gesagt:


Ich bin arbeitsfähig.Ich will arbeiten.Aber ich kann nicht einfach wieder in das gleiche System zurück.


Mein Wunsch war klar: Coaching, um herauszufinden, wo ich wirklich gut bin, welche Rahmenbedingungen ein Job für mich erfüllen muss, wie ich langfristig gesund arbeiten kann.


Die Antwort: Amtsärztliche Untersuchung. Formular ausfüllen.Warten.

Wer das kennt, weiß: Dieses Formular wirkt, als wäre es gedanklich irgendwo zwischen den 70ern und 80ern hängen geblieben. Es ist gut geeignet für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Für Neurodivergenz? Kaum.


Genau solche Erfahrungen sind für uns ein Ausgangspunkt, genauer hinzuschauen: Wo passen bestehende Strukturen – und wo gehen sie an der Lebensrealität neurodivergenter Menschen vorbei?

Und damit zurück zum eigentlichen Thema dieses Blogs.


Große Ziele brauchen kleine Schritte

Denn so groß die Fragen auch sind, die wir uns stellen: Es braucht immer einen Anfang. Einen ersten Schritt.

In unserem Fall ist das gerade viel Abstimmung, viel Koordination und ziemlich viel Administration. Drei Kooperationspartner. Drei Anträge. Alles muss zusammenpassen.

Nicht spektakulär, aber notwendig. Denn ohne diesen ersten Schritt bleibt jedes noch so gute Ziel genau das: ein Plan.


So groß und komplex manche Ziele auch sind – sie bleiben reine Theorie, solange wir nicht anfangen.Jeder Plan, jedes noch so gut durchdachte Ziel bringt nichts, wenn wir nie ins Tun kommen.

Und genau hier hakt es oft. Nicht, weil wir faul sind. Nicht, weil wir nicht motiviert wären.

Wir schauen auf das gesamte Ziel, auf alles, was dafür nötig wäre – und innerlich passiert … nichts. Das ist nicht wirklich Widerstand. Oder Unlust. Oder Faulheit.


Es fühlt sich nicht greifbar an.Nicht belohnend.Nicht aktivierend.

Kaffee ist Lebenselixier... zumindest für mich ;-)
Kaffee ist Lebenselixier... zumindest für mich ;-)

Kurz gesagt: Es bringt kein Dopamin.Und dann können wir noch so sehr wollen – unser Gehirn stellt sich quer.


Der Trick ist deshalb ein anderer: Kommitte dich nur zum nächsten Schritt.


Ich mache das im Alltag ständig so. Bestes Beispiel: Sport am Morgen.

Ich stehe auf und denke: kein Bock. Also sage ich mir nur: Steh erst mal auf. Dann: Zieh dich an. Dann: Geh los.

Mein Ziel ist nicht das perfekte Training. Mein Ziel ist: da sein.

Und wenn ich da bin, passiert der Rest meistens von allein. Mal intensiver. Mal sanfter. Je nach Tagesform.

Oder unser vegetarischer Januar: Ein erster Schritt. Kein lebenslanger Schwur. Ein Testlauf.

Große Ziele müssen nicht sofort komplett gelöst werden.Sie müssen angefangen werden.


Ein Mutmacher zum Schluss

Und genau dafür ist dieser Blog gedacht: als Mutmacher.Nicht, um noch mehr Druck zu erzeugen. Sondern um zu zeigen, dass es völlig okay ist, klein anzufangen. Unperfekt. Schritt für Schritt.

Wenn du dein Ziel kennst und weißt, wo du hinwillst, dann reicht es für heute, den nächsten machbaren Schritt zu gehen. Mehr nicht. So klein er auch sein mag. Jeder Schritt ist ein Erfolg!


Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, bin ich gern da.Ich begleite dich dabei, deinen eigenen Weg zu finden – realistisch, alltagstauglich und in deinem Tempo.

Mach dir einfach einen Termin für ein Erstgespräch aus. Der erste Schritt darf klein sein.



 
 
 

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