Mein Weg – und warum ich heute ADHS-Coach bin
- Meike Parker
- 24. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Sept. 2025

Was soll ich sagen - ich liebe es Menschen lernen und wachsen zu sehen.
Das ist auch der Grund, weshalb ich in der Personalentwicklung selber lernen und wachsen konnte und ich, nach einem bis dahin sehr bunten Lebensweg, dort ein berufliches Zuhause gefunden habe.
Aber ich bin immer wieder in dieselben Probleme gerannt. In meinem Streben Perfekt sein zu wollen, das gleiche leisten zu wollen, wie meine Kollegen, habe ich meine Grenzen ignoriert und habe mich mehr als einmal an den Rand des Burnouts gearbeitet - und einmal auch mitten rein. Und obwohl ich anschließend die in der Therapie erarbeiteten Strategien "textbuchmäßig" umgesetzt habe, saß ich häufig abends "wie ein Zombie" auf dem Sofa. Nicht mehr in der Lage, auch nur eine Entscheidung zu treffen und wollte nur schlafen gehen... nur um nachts lange wach zu liegen, weil ich vor lauter Gedankenkreisen keine Ruhe finden konnte.
Ich habe nicht verstanden, warum ich aus dieser Spirale nicht raus gekommen bin.
Bis mir Social Media eines Tages ein Video in meine Timeline gespült hat. In dem Video bat der Mann seine Frau, ob sie noch kurz das Bad putzen könnte. Und sie meinte "Nö kurz geht nicht, weil... " Ich musste so lachen, weil ich mich so wiedererkannt habe... und dann blieb mir das Lachen im Hals stecken und ich dachte "Wie? Das ist nicht normal?"
Als ich meine Vermutung, dass ich ADHS haben könnte mit meinem Mann geteilt habe, sagte er mit dem Brustton der Überzeugung "Nee, hast Du nicht." Aber etwas resonierte in mir und so began meine Reise bis zur Diagnose im Sommer 2024 und ich war 48 Jahre alt.
Vielleicht könnt ihr Euch vorstellen, wie intensiv die Zeit danach war: Erleichterung, endlich zu wissen, warum ich nicht so bin wie andere. Trauer über die "vergeudete Zeit", Trauer über das "Was wäre gewesen, wenn ich die Diagnose früher bekommen hätte", Wut darüber, dass keiner meiner Ärzte selber auf die Idee gekommen ist, dass mehr hinter meinen Depressionen stecken könnte. Und so viele Aha-Momente, in denen ich erkannt habe, wo meine ADHS überall "mitspielt" - nicht nur bei der Tatsache, dass ich mich nicht immer auf alles konzentrieren kann, auf das ich mich konzentrieren möchte.
Es war eine Zeit des intensiven Lernens und Verlernens. Ich war in der Lage meinen Lebenslauf neu zu schreiben und zu erkennen, dass ich nicht gescheitert bin, weil ich zu dumm, zu wenig diszipliniert war - sondern weil ich nicht das nötige Wissen und Handwerkszeug hatte und weil ich nicht in den für mich richtigen Berufen war.
Leider musste ich auch feststellen, dass der Beruf des L&D Consultant, so wie er in vielen internationalen Konzernen gelebt wird, für mich nicht gesund ist und es nicht genügend Spielraum gab, diesen so zu gestalten, dass ich meine Stärken hätte ausleben können. Die Entscheidung, einen sicheren Job zu verlassen, mit Kollegen, die ich sehr schätze, mit einem Manager, dessen Visionen ich geteilt habe und einem guten, sicheren Einkommen, war eine der schwersten, die ich je getroffen habe. Aber auch eine der besten.
Und hier bin ich nun, immer noch ich, immer noch anders als der Durchschnitt. Aber zum erstenmal habe ich das akzeptiert und ruhe wirklich in meiner Mitte. Es hat sich meiner Diagnose so viel verändert, aber: noch immer mag ich es Menschen lernen und wachsen zu sehen. Und dabei zu helfen ist mein Grund morgends aufzustehen.
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